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Das technologische Ökosystem als eine Chance sowohl für Kraftstoffhändler als auch für Lieferanten

Die bedeutenden Kraftstoffhändler gliedern das Facility Management ein, reduzieren dadurch die Instandhaltungskosten und verbessern die Performance indem sie vom technologischen Ökosystem profitieren.

Was ist das technologische Ökosystem?

Das technologische Ökosystem umfasst ein erweitertes Set von IT-Fähigkeiten und Aufgaben.

Die neue Ebene des technologischen Ökosystems repräsentiert sowohl ein neues Set von Fähigkeiten als auch eine Erweiterung bestehender.

Ein Beispiel: Ein Kraftstoffhändler könnte ein bilaterales (cloud-basierendes) Instandhaltungssystem nutzen, das mit dem Wetterdient (Ökosystem IT) verbunden ist. Durch eine direkte Verbindung im Ökosystem zu relevanten Dienstleistungsunternehmen könnten notwendige Wartungsarbeiten, die z.B. durch starken Regenfall verursacht werden, vorhergesagt werden.

Ursprünglich galt die IT als die Basis um den Betrieb der Kraftstoffhändler am Laufen zu halten.

Eine ihrer Kernaufgaben war und ist es die Unternehmen mittels Firewalls und Verschlüsselung zu schützen um externe Technologien auszuschließen.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung entwickeln sich allerdings außerhalb der traditionellen Unternehmensgrenzen eine breite Palette von Fähigkeiten und Möglichkeiten für Wettbewerbsvorteile. Diese Fähigkeiten sind in einer Fülle von neuen Ökosystemen gebündelt.

 

IoT wird dann besonders relevant, wenn Systeme und Plattformen beginnen Daten zu teilen und Händler sich für eine Denkweise in Ökosystemen öffnen.

 

Faschang Service und Management (www.omis.at) ist ein Beispiel dafür. Das Unternehmen hat ein bilaterales, cloud-basierendes System für die Instandhaltung und das Management von Tankstellen entwickelt, das mit anderen Systemen wie Tanksensoren, Kühleinheiten im Shop, Waschhallentoren, Dienstleistersystemen etc. vernetzt werden kann. Ausstattungsdaten von 100-300 Objekten können so verwaltet werden.

Durch die „plötzliche“ Verfügbarkeit dieses Überblicks, entwickelten sich bei den großen Kraftstoffhändlern neue Fähigkeiten, welche eine vorausschauende Wartung und die Anpassung an neuartige Situationen ermöglichen.

 

Wie man vom Ökosystem profitieren kann.

Unabhängig davon ob es sich um einen Händler oder einen Lieferanten handelt, der erste Schritt muss sein, die interne IT für die Welt da draußen zu öffnen.

So einfach sich das anhört, stellt das in vielen Fällen eine große Veränderung in der Unternehmensmentalität dar.

Dieser Ansatz ermöglicht es, die IT so zu gestalten, dass intern betriebene Systeme und Fähigkeiten mit externen Systemen verbunden werden.

Viele Unternehmen stellen bereits Integrationsmöglichkeiten für vorgelagerte und nachgelagerte Partner zur Verfügung – Technologien wie z.B. EDI (electronic data interchange) existieren bereits seit Jahrzehnten. Allerdings sind diese Integrationsansätze oft statischer Natur, eine bilaterale Verbindung mit einer kleinen, ausgewählten Gruppe von Partnern wie Distributoren oder Lieferanten. Die Integration erfolgt häufig unregelmäßig und schubweise.

Die Zukunft der Integration in externe Ökosysteme wird Unternehmen zwingen mit einer größeren Menge an Partnern aus den verschiedensten Bereichen, von der Kundengewinnung, der Werbung in sozialen Medien bis hin zu Bezahllösungen, zu interagieren.

Die geringen Kosten und ein dynamisches Start-up Umfeld haben zu einem massiven Wachstum im Bereich von neuen Services geführt. Das bedeutet, dass die IT z.B. dem „Amazon Prinzip“ folgen muss und Systembestandteile als Service verfügbar machen um so eine Integration in das Ökosystem zu ermöglichen. Die Schnittstellen müssen offen, dynamisch und funktional sein um Partner, Technologien und Anwendungen bei Bedarf einbinden zu können.

Eine klare Implikation ist die Anforderung eine flexible Technologiearchitektur zu gestalten. Microservices und APIs (application programming interfaces) geben Dritten die Möglichkeit sich einfach in das neue Ökosystem einzuklinken.

 

Autor: Morten Raaby

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